Sichere Passwörter, die man sich merken kann
Warum Länge wichtiger ist als Sonderzeichen – und wie Sie mit der Satz-Methode starke Passwörter bauen.
Das größte Risiko ist nicht ein zu einfaches Passwort, sondern dasselbe Passwort an vielen Stellen. Wird ein Anbieter gehackt, probieren Kriminelle Ihre Kombination automatisch bei Hunderten anderen Diensten aus.
Die Satz-Methode
Denken Sie sich einen Satz aus, den nur Sie kennen, und nehmen Sie ihn ganz oder als Anfangsbuchstaben. Aus „Mein erster Hund hieß Bello und war 1998 sehr laut“ wird zum Beispiel „MeHhBuw1998sl“. Noch besser sind vier zufällige, aber bildhafte Wörter hintereinander: „Ofen-Kirsche-Traktor-Wolke“. Solche Passwörter sind lang, leicht zu merken und praktisch nicht zu erraten.
Wie lang muss es sein?
- Mindestens 12 Zeichen, besser 16 oder mehr.
- Länge schlägt Komplexität: „Ofen-Kirsche-Traktor-Wolke“ ist sicherer als „P@ssw0rt!“.
- Für jedes wichtige Konto ein eigenes Passwort.
- Keine Namen, Geburtstage, Haustiere oder Orte, die man über Sie findet.
Passwörter verwalten
Niemand kann sich dreißig verschiedene Passwörter merken – das ist normal. Nutzen Sie einen Passwort-Manager oder, wenn Ihnen das zu technisch ist, ein kleines Notizbuch, das sicher zu Hause liegt. Auf dem Zettel neben dem Bildschirm hat es nichts verloren, in einer Schublade im Schlafzimmer ist es dagegen völlig in Ordnung.
Testen Sie Ihre Passwort-Idee im Passwort-Check auf dieser Seite. Die Berechnung passiert allein in Ihrem Browser – nichts wird gesendet oder gespeichert.
Checkliste zum Abhaken
- E-Mail-Konto hat ein eigenes, langes Passwort
- Online-Banking hat ein eigenes Passwort
- Kein Passwort wird doppelt verwendet
- Passwörter sind mindestens 12 Zeichen lang
- Aufbewahrungsort ist festgelegt und sicher
- Zwei-Faktor-Authentifizierung ist aktiviert