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Notfall: Ich wurde gerade betrogen oder gehackt
Sofort-Hilfe
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Für Angehörige

Eltern und Großeltern schützen, ohne zu bevormunden

Die meisten Betrugsfälle werden nicht durch Technik verhindert, sondern durch einen kurzen Anruf bei einem Menschen, dem man vertraut. Diese Seite ist für Kinder, Enkel, Nachbarn und Betreuende.

1. Reden – so, dass es hängen bleibt

Nicht mit Angst arbeiten

Wer Angst hat, meldet sich später nicht mehr. Sagen Sie stattdessen: „Ruf mich an, wenn dich etwas komisch anmacht – egal wie spät.“ Erreichbarkeit schützt mehr als jede Warnung.

Eine einzige Regel vereinbaren

„Am Telefon wird nie etwas entschieden.“ Diese Regel ist leicht zu behalten und deckt Enkeltrick, falsche Polizei, Bankanrufe und angeblichen Support gleichzeitig ab.

Fehler klein halten

Wenn schon etwas passiert ist: keine Vorwürfe. Scham ist der Hauptgrund, warum Betrug nicht gemeldet wird – und Rückbuchungen sind nur in den ersten Stunden realistisch.

2. Einrichten – einmal, dann läuft es

  • Automatische Updates auf Handy und Computer einschalten.
  • Passwortverwaltung einrichten und die wichtigsten drei Konten hinterlegen.
  • Zwei-Faktor-Bestätigung bei E-Mail, Bank und Einkaufskonten aktivieren.
  • Werbeblocker im Browser einrichten – ein großer Teil der Betrugsseiten kommt über Anzeigen.
  • Rückrufnummern der Bank im Telefonbuch speichern, mit Notiz „nur diese Nummer“.
  • Notfallkarte ausdrucken und sichtbar aufhängen.

Konkrete Empfehlungen mit Begründung stehen im Werkzeugkasten; zum Abhaken gibt es den Geräte-Check.

3. Was Sie besser lassen

  • Fernwartung dauerhaft installieren, ohne zu erklären, wer damit was sieht.
  • Konten und Passwörter übernehmen – Selbstständigkeit geht sonst verloren.
  • Geräte heimlich umstellen; unerklärte Änderungen führen zu Unsicherheit.
  • Alles auf einmal ändern. Zwei Dinge pro Besuch reichen.

Wenn schon etwas passiert ist

Der Notfall-Wegweiser nennt die Schritte in der richtigen Reihenfolge. Zum Aufhängen gibt es die Notfallkarte zum Ausdrucken. Und der Warndienst per E-Mail meldet aktuelle Betrugswellen – viele Angehörige abonnieren ihn für sich und leiten ihn weiter.

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