Kaspersky-Dienste gestört: Updates, VPN und Passwort-Manager prüfen

In 30 SekundenBei Kaspersky funktionieren seit dem Wochenende mehrere Dienste nicht zuverlässig. Der Virenschutz soll grundsätzlich weiterarbeiten, doch fehlende Aktualisierungen können den Schutz mit der Zeit schwächen.
Kaspersky bestätigt technische Probleme bei mehreren Diensten und Anwendungen. Betroffene berichten unter anderem von fehlenden Virenschutz-Updates sowie Ausfällen beim VPN, Passwort-Manager und Kundenkonto.
Was das für Sie bedeutet
Ein Virenschutzprogramm benötigt regelmäßig neue Informationen über aktuelle Schadprogramme. Bleiben diese Sicherheitsupdates aus, erkennt es neue Gefahren möglicherweise schlechter. Ein kurzfristiger Ausfall bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Ihr Computer bereits ungeschützt oder befallen ist.
Kaspersky erklärt, dass der eigentliche Kernschutz erhalten bleibe. Das Unternehmen versichert zudem, dass die für europäische Nutzer verwendete Infrastruktur zur Verarbeitung von Bedrohungsdaten in der Schweiz sicher und funktionsfähig sei. Gleichzeitig melden Nutzer, dass ihre Programme seit mehreren Tagen keine Aktualisierungen erhalten.
Auch der Kaspersky Password Manager kann betroffen sein. Einige Nutzer können sich nicht anmelden oder ihre gespeicherten Zugangsdaten nicht wie gewohnt abrufen. Ändern Sie deshalb nicht vorschnell Ihre Passwörter, solange Sie diese anschließend möglicherweise nicht zuverlässig speichern oder auf anderen Geräten abrufen können.
Beim VPN-Dienst kann ebenfalls die Anmeldung oder Verbindung scheitern. Ein VPN stellt eine geschützte Verbindung zu einem Anbieter her und kann besonders in öffentlichen WLAN-Netzen nützlich sein. Funktioniert es nicht, sollten Sie vertrauliche Vorgänge wie Online-Banking lieber über Ihr eigenes Mobilfunknetz oder Ihr WLAN zu Hause erledigen.
Bestätigt ist bisher nur, dass technische Probleme unterstützende Dienste und die Verbindung zwischen Anwendungen beeinträchtigen. Nicht bestätigt ist ein Zusammenhang mit Angriffen auf russische Rechenzentren. Dafür gibt es laut heise bislang lediglich eine zeitliche Nähe, aber keine Belege.
Die Störung verdient dennoch Aufmerksamkeit, weil ein Virenschutz von regelmäßig erreichbaren Diensten abhängt. Das gilt besonders dann, wenn Sie Kaspersky auch für Passwörter oder die Internetverbindung verwenden. Bewahren Sie Ruhe und prüfen Sie zunächst, was auf Ihrem eigenen Gerät tatsächlich betroffen ist.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt bereits seit März 2022 vor dem Einsatz von Kaspersky-Virenschutzsoftware. Diese Warnung besteht unabhängig von der aktuellen Störung. Wenn Sie Kaspersky weiterhin verwenden, ist die jetzige Lage ein sinnvoller Anlass, Ihre Sicherheitslösung in Ruhe zu überprüfen.
Das können Sie jetzt tun
- Öffnen Sie Kaspersky und prüfen Sie, ob dort ein aktuelles Datum für das letzte Virenschutz-Update angezeigt wird.
- Starten Sie eine Aktualisierung nur direkt im Kaspersky-Programm und nicht über einen Link aus einer E-Mail, SMS oder Werbeanzeige.
- Nutzen Sie bei einem ausgefallenen Kaspersky-VPN für sensible Vorgänge möglichst Ihr eigenes WLAN oder die Mobilfunkverbindung Ihres Smartphones.
- Wechseln Sie einen Passwort-Manager nicht überstürzt, sondern sichern Sie zunächst den Zugriff auf Ihre gespeicherten Zugangsdaten und lesen Sie die Hinweise unter /ratgeber.
- Lassen sich wichtige Funktionen über längere Zeit nicht aktualisieren, planen Sie den Wechsel zu einer zuverlässig versorgten Sicherheitslösung und holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung über das /hilfezentrum.
Deaktivieren oder entfernen Sie den vorhandenen Virenschutz nicht einfach, ohne vorher für einen Ersatz zu sorgen. Zwei gleichzeitig aktive Virenschutzprogramme sind ebenfalls keine gute Übergangslösung, weil sie sich gegenseitig behindern können. Gehen Sie einen Wechsel daher geordnet und möglichst mit Unterstützung einer vertrauten Person an.
Seien Sie während der Störung besonders vorsichtig bei angeblichen Kaspersky-Nachrichten. Kriminelle könnten die bekannte Lage für gefälschte Update-Hinweise oder Support-Angebote nutzen. Klicken Sie nicht auf unerwartete Links und erlauben Sie unbekannten Personen keinen Fernzugriff auf Ihren Computer.
Daran erkennen Sie mögliche Probleme
- Das Datum der letzten Virenschutz-Aktualisierung liegt mehrere Tage zurück.
- Eine manuelle Aktualisierung endet wiederholt mit einer Fehlermeldung.
- Der Kaspersky Password Manager nimmt Ihre Anmeldung nicht an oder zeigt gespeicherte Einträge nicht an.
- Das Kaspersky-VPN baut keine Verbindung auf oder trennt sie sofort wieder.
- Das Kundenkonto oder das Kaspersky-Portal ist nicht erreichbar.
Nicht jede Fehlermeldung muss mit der allgemeinen Störung zusammenhängen. Starten Sie das Gerät einmal neu und prüfen Sie, ob andere Internetseiten erreichbar sind. Installieren Sie aber keine angeblichen Reparaturprogramme aus Suchanzeigen oder unbekannten Download-Portalen.
Falls Sie bereits auf eine verdächtige Update-Nachricht reagiert oder einem Fremden Zugriff gewährt haben, trennen Sie das Gerät vom Internet. Ändern Sie wichtige Zugangsdaten anschließend von einem anderen, vertrauenswürdigen Gerät aus. Weitere Soforthilfe finden Sie unter /notfall.
Quellen
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Er ist keine Rechtsberatung. Bei Verdacht auf einen laufenden Schaden hilft die Notfall-Anleitung.


