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Grundlagen09. Oktober 2026 um 18:314 Min. Lesezeit

Pixel Watch 2 und 3: Notfallverbindung ohne Mobilfunktarif endet

Smartphone und Laptop auf einem dunklen Schreibtisch während einer Aktualisierung
Symbolbild

In 30 SekundenGoogle beendet am 12. Dezember den Dienst „Safety Signal“ für die LTE-Versionen der Pixel Watch 2 und 3. Wer die Uhr ohne Smartphone für Notfälle nutzt, benötigt künftig WLAN oder einen eigenen Mobilfunktarif.

Google stellt am 12. Dezember 2026 den Dienst „Safety Signal“ für die LTE-Versionen der Pixel Watch 2 und Pixel Watch 3 ein. Die Notfallfunktionen bleiben grundsätzlich erhalten, benötigen danach aber eine andere Verbindung zum Internet oder Mobilfunknetz.

Was das für Sie bedeutet

„Safety Signal“ heißt auf Deutsch ungefähr Sicherheitssignal. Der Dienst ermöglicht es bestimmten Google-Uhren, Notfallmeldungen über das Mobilfunknetz zu übertragen, obwohl für die Uhr kein eigener Mobilfunktarif abgeschlossen wurde.

Die Funktion war Teil eines kostenpflichtigen Google-Health-Premium-Tarifs. Sie betrifft ausschließlich die LTE-Ausführungen der Pixel Watch 2 und Pixel Watch 3, also Modelle mit eingebauter Mobilfunktechnik.

Google beendet nun den in diesem Angebot enthaltenen Netzzugang. Besonders wichtig ist das für Menschen, die ihre Uhr beim Spazierengehen, beim Sport oder unterwegs bewusst ohne Smartphone tragen.

Nach der Umstellung funktionieren Notruf SOS, Sturzerkennung und Sicherheitscheck laut Google weiterhin. Damit eine Meldung tatsächlich übertragen werden kann, muss die Uhr jedoch mindestens eine dieser Verbindungen haben:

  • Die Uhr ist über Bluetooth mit einem Smartphone in der Nähe verbunden.
  • Die Uhr befindet sich in einem bekannten und funktionierenden WLAN.
  • Für die LTE-Uhr besteht ein eigener, aktiver Mobilfunktarif.

Fehlen alle drei Verbindungen, kann die Uhr unterwegs keine Meldung über ein Netz senden. Das kann beispielsweise passieren, wenn Sie allein außer Haus sind, Ihr Smartphone zu Hause liegt und kein erreichbares WLAN vorhanden ist.

Wichtig ist der Unterschied zwischen der eigentlichen Notfallfunktion und der Verbindung: Die Uhr kann einen Sturz möglicherweise weiterhin erkennen. Für die Weitergabe des Alarms an einen Notfallkontakt oder eine Notrufstelle benötigt sie aber einen Übertragungsweg.

Google will betroffene Personen per E-Mail und zusätzlich durch eine Mitteilung auf dem Gerät informieren. Ab dem Datum dieser Nachricht soll eine 30-tägige Übergangsfrist gelten, während der Safety Signal zunächst weiter nutzbar bleibt.

Der bisherige Dienst war laut Google in Deutschland, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich verfügbar. Besitzer anderer Pixel-Watch-Modelle sollten daher zuerst prüfen, ob ihre Uhr überhaupt betroffen ist.

Das können Sie jetzt tun

  1. Öffnen Sie auf Ihrer Uhr die Einstellungen und prüfen Sie unter „System“ oder „Über“, ob dort Pixel Watch 2 oder Pixel Watch 3 steht.

  2. Prüfen Sie in den Einstellungen für Mobilfunk oder Verbindungen, ob Sie die LTE-Version besitzen und ob bereits ein eigener Tarif für die Uhr eingerichtet ist.

  3. Suchen Sie in Ihrem Google-Konto und im E-Mail-Postfach nach einer Mitteilung zu „Safety Signal“, und öffnen Sie dabei keine unerwarteten Links aus zweifelhaften Nachrichten.

  4. Entscheiden Sie vor dem Ende Ihrer Übergangsfrist, ob Sie unterwegs immer ein gekoppeltes Smartphone mitnehmen oder einen passenden Mobilfunktarif für die Uhr benötigen.

  5. Testen Sie nur die vorgesehenen Sicherheitsprüfungen und Einstellungen der Uhr, lösen Sie aber keinen echten Notruf zu Testzwecken aus.

Falls Sie einen Mobilfunktarif erwägen, prüfen Sie vorher, ob Ihr Anbieter Ihre Pixel Watch unterstützt. Nicht jeder Smartphone-Tarif lässt sich automatisch auch für eine Uhr verwenden, und je nach Anbieter können zusätzliche Kosten entstehen.

Wenn Sie die Uhr vor allem zu Hause verwenden, kann eine WLAN-Verbindung genügen. Außerhalb der Wohnung ist diese Lösung jedoch unzuverlässig, weil öffentliche oder fremde WLAN-Netze oft eine zusätzliche Anmeldung verlangen.

Ein Smartphone in der Nähe ist meist die einfachste Alternative. Bluetooth muss dafür auf beiden Geräten eingeschaltet sein, und das Telefon selbst benötigt eine funktionierende Mobilfunk- oder Internetverbindung.

Nehmen Sie die Ankündigung auch zum Anlass, Ihre hinterlegten Notfallkontakte zu prüfen. Diese sollten aktuell sein und wissen, dass sie möglicherweise eine automatische Meldung Ihrer Uhr erhalten können.

Weitere verständliche Hinweise zur sicheren Einrichtung von Geräten finden Sie in unserem /ratgeber. Wenn eine wichtige Schutzfunktion ausgefallen ist und Sie schnelle Unterstützung benötigen, hilft Ihnen auch unser /hilfezentrum weiter.

Daran erkennen Sie, ob Sie besonders betroffen sind

Sie sollten die Änderung genauer prüfen, wenn Sie eine Pixel Watch 2 oder 3 mit LTE besitzen, bisher keinen eigenen Uhrentarif bezahlen und das Smartphone öfter zu Hause lassen. Das gilt besonders, wenn Sie sich wegen der Sturzerkennung oder des Notruf-SOS auf die Uhr verlassen.

Kein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht, wenn Ihre Uhr unterwegs bereits einen aktiven Mobilfunktarif hat oder zuverlässig mit Ihrem mitgeführten Smartphone verbunden ist. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die Einstellungen, damit Sie wissen, welche Verbindung im Notfall tatsächlich genutzt wird.

Reagieren Sie nicht auf E-Mails, die Sie unter Zeitdruck zu einer sofortigen Zahlung auffordern oder nach Passwort, PIN oder TAN fragen. Öffnen Sie die Einstellungen und Vertragsseiten lieber direkt über die bekannten Apps beziehungsweise die selbst eingegebene Internetadresse des Anbieters.

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Er ist keine Rechtsberatung. Bei Verdacht auf einen laufenden Schaden hilft die Notfall-Anleitung.

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