Revolut-Datenabfluss: Betroffene sollten gezielte Betrugsversuche erwarten

In 30 SekundenBei Revolut sind sensible Daten einiger hundert Kundinnen und Kunden abgeflossen, darunter auch Daten einer kleinen Zahl deutscher Personen. Betroffene wurden laut Revolut direkt informiert und sollten Nachrichten sowie Anrufe besonders sorgfältig prüfen.
Revolut hat einen Datenvorfall bestätigt, bei dem Betrüger über eine echte E-Mail-Adresse einer Regierungsbehörde Kundendaten anforderten und erhielten. Betroffen sind offenbar einige hundert Menschen, darunter eine kleine Zahl in Deutschland.
Was das für Sie bedeutet
Die Täter drangen nach Angaben von Revolut nicht in das IT-System der Bank ein. Auch Kundengelder seien durch den eigentlichen Vorfall nicht betroffen gewesen.
Stattdessen täuschten die Angreifer eine offizielle Anfrage vor. Dafür nutzten sie eine echte und überprüfte E-Mail-Adresse einer nicht näher genannten Regierungsbehörde.
Banken müssen berechtigte Anfragen von Behörden bearbeiten. Weil die Nachricht von einer echten Behörden-Adresse kam, hielt Revolut die Anfrage zunächst für glaubwürdig und gab die verlangten Informationen heraus. Erst bei einer späteren Rückfrage bei der Behörde fiel der Betrug auf.
Nach bisherigen Angaben konnten unter anderem Geburtsdaten, Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern abfließen. Hinzu kamen Transaktionsdaten, darunter Informationen zu Bitcoin-Transaktionen, sowie Kopien von Reisepässen oder Führerscheinen.
Solche Daten ermöglichen nicht automatisch den Zugriff auf ein Konto. Sie können Betrügern aber helfen, sehr überzeugende Nachrichten, Anrufe oder Erpressungsversuche vorzubereiten.
Ein Täter könnte beispielsweise Ihren Namen, Ihre Adresse oder einzelne Zahlungsvorgänge nennen. Das wirkt glaubwürdig, ist aber kein Beweis dafür, dass die Person wirklich für Revolut, eine Behörde oder die Polizei arbeitet.
Revolut gibt an, die betroffenen Kundinnen und Kunden direkt benachrichtigt zu haben. Wenn Sie keine Mitteilung erhalten haben, bedeutet das nach aktuellem Stand, dass Revolut Sie nicht als betroffen erkannt hat.
Trotzdem sollten auch andere Revolut-Kunden aufmerksam bleiben. Kriminelle könnten die öffentliche Berichterstattung nutzen und wahllos gefälschte Warnungen versenden.
Bestätigt ist bisher, dass sensible Daten herausgegeben wurden und eine kleine Zahl deutscher Kunden betroffen ist. Unklar ist, welche Regierungsbehörde missbraucht wurde und ob auch andere Banken ähnliche Anfragen erhalten haben.
Im Internet wurden außerdem angeblich Dokumente einzelner Kunden veröffentlicht und weitere Veröffentlichungen angedroht. Ob diese Dokumente echt sind und ob die dort auftretenden Personen tatsächlich hinter dem Angriff stehen, ist bislang nicht unabhängig bestätigt.
Daran erkennen Sie es
Besonders vorsichtig sollten Sie bei Nachrichten sein, die sich auf einen angeblichen Revolut-Datenvorfall beziehen. Betrüger könnten behaupten, Ihr Konto müsse sofort geprüft, gesperrt oder auf ein „sicheres Konto“ übertragen werden.
Auch eine korrekte Anrede oder die Kenntnis Ihrer Adresse macht eine Nachricht nicht vertrauenswürdig. Dasselbe gilt für Angaben zu früheren Überweisungen oder Bitcoin-Geschäften, da gerade solche Informationen abgeflossen sein können.
Typische Warnzeichen sind Zeitdruck, Drohungen und unerwartete Links. Niemand sollte Sie auffordern, Passwort, PIN, TAN oder Freigabecodes mitzuteilen oder Geld zur angeblichen Absicherung zu überweisen.
Eine echt wirkende Absenderadresse bietet ebenfalls keinen vollständigen Schutz. Der Vorfall zeigt, dass sogar ein tatsächlich zu einer Behörde gehörendes E-Mail-Konto für Betrug missbraucht werden kann.
Das können Sie jetzt tun
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Prüfen Sie Mitteilungen unabhängig: Öffnen Sie Revolut direkt über die bekannte App oder selbst eingegebene Internetadresse und nicht über einen Link aus einer E-Mail, SMS oder Messenger-Nachricht.
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Fragen Sie bei Revolut nach: Wenn Sie eine Benachrichtigung erhalten haben oder unsicher sind, verwenden Sie ausschließlich den offiziellen Kundenservice in der App und nennen Sie niemandem PIN, TAN oder Freigabecodes.
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Sichern Sie Ihr E-Mail-Konto: Verwenden Sie dafür ein eigenes, starkes Passwort und aktivieren Sie, sofern möglich, eine zusätzliche Anmeldebestätigung; Hilfe finden Sie unter /ratgeber und /werkzeuge/passwort-check.
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Kontrollieren Sie Ihre Umsätze: Prüfen Sie Konto- und Kartenbewegungen regelmäßig und melden Sie unbekannte Vorgänge sofort über die offiziellen Kontaktwege von Revolut.
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Reagieren Sie besonnen auf Erpressung: Zahlen Sie nicht vorschnell, speichern Sie Nachrichten und Bildschirmfotos als Nachweis und nutzen Sie bei einem konkreten Schaden oder Kontozugriff unsere Hinweise unter /notfall.
Wenn eine verdächtige Nachricht einen Link enthält, können Sie dessen Adresse vor dem Öffnen über /werkzeuge/phishing-check prüfen. Bei Unsicherheit hilft auch eine zweite Person, die Nachricht in Ruhe gegenzulesen.
Wer von Revolut als betroffen benachrichtigt wurde, sollte zudem mit Missbrauch der Ausweisdaten rechnen. Seien Sie deshalb bei angeblichen Identitätsprüfungen besonders zurückhaltend und senden Sie keine weiteren Ausweiskopien an unbekannte Stellen.
Der wichtigste Schutz ist eine kurze Unterbrechung: Legen Sie bei unerwarteten Anrufen auf und nehmen Sie anschließend selbst über einen bekannten Weg Kontakt auf. So verhindern Sie, dass Zeitdruck oder bereits bekannte persönliche Daten Ihre Entscheidung beeinflussen.
Quellen
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Er ist keine Rechtsberatung. Bei Verdacht auf einen laufenden Schaden hilft die Notfall-Anleitung.