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Betrugsmasche05. September 2026 um 18:313 Min. Lesezeit

Falscher Arzt am Telefon verlangt Geld und Schmuck für eine Behandlung

Ältere Person hält einen Telefonhörer am Küchentisch
Symbolbild

In 30 SekundenEin angeblicher Krankenhausarzt täuschte einen medizinischen Notfall vor und verlangte Geld sowie Schmuck. Die Polizei warnt: Für eine Behandlung fordern Krankenhäuser am Telefon keine Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen.

Eine 80-jährige Frau aus Haverlah erhielt am 4. September einen Anruf von einem angeblichen Krankenhausarzt. Sie erkannte den Betrugsversuch, gab weder persönliche Daten noch Wertgegenstände heraus und verhinderte damit einen Schaden.

Was das für Sie bedeutet

Der Anrufer behauptete, ein Familienmitglied befinde sich in einem medizinischen Notfall. Für dessen Behandlung sollte die Frau Geld und Schmuck übergeben.

Damit sollte sie unter starken Zeitdruck gesetzt werden. Die Sorge um einen nahestehenden Menschen kann dazu führen, dass Warnzeichen übersehen werden und eine Forderung zunächst glaubwürdig klingt.

Die Polizei Salzgitter stellt klar: Ärzte, Krankenhäuser und andere öffentliche Stellen fordern am Telefon keine Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen für eine medizinische Behandlung. Eine solche Forderung ist daher ein deutliches Zeichen für einen Betrugsversuch.

Bestätigt ist bisher dieser einzelne Fall in Haverlah in Niedersachsen. Ob dieselben Täter auch in anderen Regionen anrufen, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.

Die Masche kann dennoch grundsätzlich Menschen in ganz Deutschland treffen. Besonders gefährdet sind Personen, deren Hilfsbereitschaft und Sorge um Angehörige gezielt ausgenutzt werden.

Warum der Anruf überzeugend wirken kann

Betrüger nennen häufig eine dramatische Geschichte und verlangen eine schnelle Entscheidung. Das Opfer soll keine Zeit bekommen, selbst beim angeblich betroffenen Familienmitglied oder beim Krankenhaus nachzufragen.

Dabei ist nicht entscheidend, ob jede Einzelheit der Geschichte stimmt. Schon wenige passende Angaben können genügen, um Verunsicherung auszulösen.

Lassen Sie sich deshalb nicht auf eine Diskussion über Behandlungskosten, Kautionen oder eine Übergabe ein. Beenden Sie das Gespräch, sobald Geld, Schmuck oder persönliche Angaben verlangt werden.

Daran erkennen Sie es

  • Ein angeblicher Arzt berichtet überraschend von einem schweren medizinischen Notfall in Ihrer Familie.
  • Sie sollen sofort Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände bereitstellen.
  • Eine andere Person soll die Sachen möglicherweise bei Ihnen abholen.
  • Der Anrufer erzeugt Zeitdruck und möchte verhindern, dass Sie Angehörige oder das Krankenhaus selbst kontaktieren.
  • Sie sollen persönliche Angaben machen, mit denen der Anrufer seine Geschichte weiter ausschmücken könnte.

Auch ein höflicher oder sachlich klingender Anruf ist kein Beweis für Echtheit. Entscheidend ist die ungewöhnliche Forderung nach einer telefonischen Zusage oder einer Übergabe von Wertgegenständen.

Das können Sie jetzt tun

  1. Legen Sie auf, sobald ein angeblicher Arzt Geld, Schmuck oder persönliche Daten für eine Behandlung verlangt.

  2. Rufen Sie das genannte Familienmitglied über eine Ihnen bereits bekannte Nummer an und fragen Sie ruhig nach, ob tatsächlich etwas passiert ist.

  3. Falls Sie ein Krankenhaus prüfen möchten, suchen Sie dessen Telefonnummer selbst auf der offiziellen Internetseite oder in einem vertrauenswürdigen Verzeichnis heraus.

  4. Informieren Sie eine vertraute Person über den Anruf und lassen Sie niemanden zur Abholung von Geld oder Schmuck in Ihre Wohnung.

  5. Melden Sie einen verdächtigen Anruf der örtlichen Polizei und nutzen Sie bei einer unmittelbar bevorstehenden Übergabe den Polizeinotruf 110.

Rufen Sie nicht einfach eine Nummer zurück, die Ihnen der angebliche Arzt genannt hat. Nutzen Sie auch nicht die Rückruftaste, sondern wählen Sie eine selbst geprüfte Nummer neu.

Haben Sie bereits Angaben gemacht, aber noch nichts übergeben, brechen Sie den Kontakt ab. Notieren Sie möglichst die Uhrzeit, die angezeigte Rufnummer, den genannten Namen und die Forderung, ohne den Täter erneut anzurufen.

Falls bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben wurden, informieren Sie unverzüglich die Polizei. Weitere erste Schritte für einen Betrugsfall finden Sie auf unserer Seite /notfall.

Sprechen Sie zudem mit älteren Angehörigen oder Bekannten über diese Variante des Schockanrufs. Vereinbaren Sie beispielsweise, dass Geldforderungen wegen eines angeblichen Notfalls immer zuerst durch einen Rückruf bei einer vertrauten Person geprüft werden.

Ein solches Familienverfahren kann sehr einfach sein. Wichtig ist nur, dass niemand wegen eines überraschenden Telefonanrufs allein und unter Zeitdruck über Geld oder Schmuck entscheidet.

Für Hinweise zu dem konkreten Fall nennt die Polizei das Polizeikommissariat Salzgitter-Bad unter 05341 825-0. Nutzen Sie für andere Orte die Kontaktdaten Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Er ist keine Rechtsberatung. Bei Verdacht auf einen laufenden Schaden hilft die Notfall-Anleitung.

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