Hoymiles-Solaranlagen: Sicherheitsupdate für die Funksteuerung verfügbar

In 30 SekundenHoymiles stellt Sicherheitsupdates für die Funkverbindung bestimmter Solaranlagen bereit. Besitzerinnen und Besitzer sollten prüfen, ob ihre Anlage betroffen ist, und bei Bedarf ihren Fachbetrieb ansprechen.
Hoymiles liefert Sicherheitsupdates für die Funkverbindung seiner Photovoltaik-Technik aus. Anlass ist eine bislang unzureichend geschützte Kommunikation, durch die ein fremder Zugriff möglich war.
Was das für Sie bedeutet
Ein Wechselrichter gehört zu einer Solaranlage. Er wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in den Wechselstrom um, der im Haushalt genutzt oder ins Stromnetz eingespeist wird.
Bei manchen Anlagen übernimmt zusätzlich eine sogenannte DTU die Kommunikation. Das ist eine kleine Steuereinheit, die Daten der Wechselrichter sammelt und beispielsweise an eine App oder ein Internetportal übermittelt.
Nach dem Bericht von heise Security waren die Funkprotokolle dieser DTU-Geräte nicht ausreichend abgesichert. Ein Funkprotokoll legt fest, wie Geräte drahtlos miteinander sprechen und welche Befehle sie dabei austauschen.
Dadurch war ein fremder Zugriff möglich. Hoymiles stellt nun neue Gerätesoftware bereit, welche diese Schwachstelle beheben soll. Diese fest im Gerät gespeicherte Software wird auch Firmware genannt.
Bestätigt ist bisher, dass Sicherheitsupdates ausgeliefert werden. Aus der vorliegenden Meldung geht jedoch nicht hervor, welche Modelle und Softwarestände im Einzelnen betroffen sind und ob das Update bei jeder Anlage automatisch installiert wird.
Besitzen Sie keine Hoymiles-Geräte, müssen Sie wegen dieser Meldung nichts unternehmen. Auch Mieterinnen und Mieter mit einem Balkonkraftwerk sollten zunächst auf dem Typenschild, der Rechnung oder in der zugehörigen App nachsehen, von welchem Hersteller Wechselrichter und Kommunikationseinheit stammen.
Eine Sicherheitslücke bedeutet nicht automatisch, dass Ihre Anlage bereits angegriffen wurde. Das Update ist trotzdem wichtig, weil es den bekannten Zugangsweg schließen soll.
Schalten Sie die Solaranlage nicht vorsorglich ab. Eine unsachgemäße Unterbrechung kann zu Fehlermeldungen führen. Halten Sie sich an die Anleitung des Herstellers oder lassen Sie den Fachbetrieb die Aktualisierung übernehmen.
Das können Sie jetzt tun
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Prüfen Sie den Hersteller: Suchen Sie auf Wechselrichter, Kommunikationseinheit, Rechnung oder in der Anlagen-App nach dem Namen Hoymiles.
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Öffnen Sie nur den gewohnten Zugang: Prüfen Sie in der bereits installierten offiziellen App oder im bekannten Anlagenportal, ob dort ein Firmware- oder Sicherheitsupdate angeboten wird.
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Fragen Sie Ihren Fachbetrieb: Wenn Sie Modell, DTU oder Update-Funktion nicht eindeutig erkennen, wenden Sie sich an den Betrieb, der die Anlage installiert oder eingerichtet hat.
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Installieren Sie das angebotene Update nach Anleitung: Unterbrechen Sie währenddessen weder Stromversorgung noch Internetverbindung, sofern die Herstelleranleitung nichts anderes verlangt.
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Kontrollieren Sie anschließend die Anlage: Prüfen Sie, ob Ertragswerte wieder angezeigt werden und ob App, Portal oder Gerät eine Fehlermeldung melden.
Notieren Sie vor einer Aktualisierung nach Möglichkeit die angezeigte Modellbezeichnung und den bisherigen Softwarestand. Ein Foto oder Bildschirmfoto kann dem Fachbetrieb helfen, falls anschließend Fragen auftreten.
Wenn die Anlage nach dem Update keine Werte mehr meldet, warten Sie zunächst die in der Anleitung genannte Zeit ab. Starten oder öffnen Sie keine Gehäuse auf eigene Faust, sondern lassen Sie elektrische Arbeiten von einer Fachkraft erledigen.
Nutzen Sie für weitere Hinweise zum sicheren Umgang mit vernetzten Geräten unseren /ratgeber. Unterstützung bei technischen Fragen finden Sie außerdem im /hilfezentrum.
Daran erkennen Sie ein seriöses Update
- Die Meldung erscheint innerhalb der Ihnen bereits bekannten Anlagen-App oder im gewohnten Kundenportal.
- Die Gerätebezeichnung stimmt mit dem Typenschild oder Ihren Unterlagen überein.
- Für das Sicherheitsupdate werden weder PIN, TAN noch Zahlungsdaten verlangt.
- Ein Fachbetrieb kann nachvollziehbar erklären, welches Gerät aktualisiert wird.
- Sie müssen keine unbekannte Fernwartungssoftware auf Ihrem Computer oder Smartphone installieren.
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie unerwartet per E-Mail oder SMS zu einem angeblich dringenden Solar-Update aufgefordert werden. Öffnen Sie den Link nicht, sondern starten Sie die bekannte App selbst oder rufen Sie die Internetadresse des Herstellers eigenständig auf.
Eine verdächtige Nachricht können Sie mit unserem /werkzeuge/phishing-check prüfen. Geben Sie dabei niemals Passwörter, PINs oder TANs weiter.
Falls Sie Ihre Anlage nicht selbst verwalten, informieren Sie die zuständige Person. Das kann der Fachbetrieb, die Hausverwaltung oder bei einer gemieteten Anlage der Anbieter sein. So lässt sich klären, wer die Aktualisierung durchführen muss, ohne unnötig Einstellungen zu verändern.
Quellen
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Er ist keine Rechtsberatung. Bei Verdacht auf einen laufenden Schaden hilft die Notfall-Anleitung.
