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Betrugsmasche16. August 2026 um 18:313 Min. Lesezeit

Falsche Polizisten am Telefon: Legen Sie auf und prüfen Sie selbst

Ältere Person hält einen Telefonhörer am Küchentisch
Symbolbild

In 30 SekundenIn Tostedt haben Betrüger mehrfach angerufen und sich als Polizisten ausgegeben. Sie wollten Informationen über Geld und Wertgegenstände erhalten, doch die Angerufenen erkannten die Masche.

Die Polizeiinspektion Harburg warnt nach mehreren Anrufen am 14. August 2026 in Tostedt vor falschen Polizeibeamten. Obwohl der aktuelle Fall aus Niedersachsen stammt, wird diese Masche auch andernorts eingesetzt und kann daher ebenso Menschen in Baden-Württemberg treffen.

Was das für Sie bedeutet

Bestätigt ist bisher: In Tostedt erhielten mehrere Menschen Anrufe von angeblichen Polizeibeamten. Die Angerufenen erkannten den Betrug, beendeten die Gespräche und erlitten nach Angaben der Polizei keinen finanziellen Schaden.

Die Anrufer behaupteten, bei einem festgenommenen Einbrecher sei ein Zettel mit Namen und Anschrift der angerufenen Person gefunden worden. Dadurch sollte der Eindruck entstehen, ein Einbruch stehe unmittelbar bevor und die Polizei müsse Wertgegenstände schützen.

Anschließend versuchen die Täter, möglichst viel über Bargeld, Schmuck, Bankkonten und Vermögen zu erfahren. Manchmal kündigen sie an, dass jemand Geld oder Wertsachen abholen werde, um diese angeblich bei der Polizei sicher aufzubewahren.

Das klingt zunächst fürsorglich. Tatsächlich erzeugt die Geschichte aber gezielt Angst und Zeitdruck. Betroffene sollen handeln, bevor sie Angehörige oder die echte Polizei um Rat fragen können.

Echte Polizeibeamte holen nicht unangekündigt Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur sicheren Aufbewahrung ab. Sie verlangen am Telefon auch keine PIN, TAN, Passwörter oder vollständigen Zugangsdaten zum Online-Banking.

Auch eine scheinbar passende Rufnummer im Display ist kein Beweis. Telefonnummern können technisch verfälscht werden, sodass ein Anruf örtlich oder behördlich wirkt. Nach dem Hinweis der Polizeiinspektion Harburg erscheint insbesondere die 110 nicht als eingehende Rufnummer eines Polizeianrufs.

Der Name, Ihre Anschrift oder andere persönliche Angaben machen einen Anrufer ebenfalls nicht glaubwürdig. Solche Daten können aus öffentlichen Verzeichnissen, früheren Datenabflüssen oder anderen Quellen stammen. Bestätigen oder ergänzen Sie deshalb keine Informationen.

Daran erkennen Sie es

  • Der Anrufer berichtet von festgenommenen Einbrechern oder einer angeblichen Liste mit Ihrem Namen.
  • Er fragt nach Bargeld, Schmuck, Konten oder anderen Vermögenswerten.
  • Eine Person soll Ihre Wertsachen abholen und angeblich vorübergehend sichern.
  • Sie sollen schweigen, schnell handeln oder niemanden aus Ihrer Familie informieren.
  • Der Anrufer versucht, Sie dauerhaft am Telefon zu halten.

Ein einzelnes Merkmal reicht bereits aus, um misstrauisch zu werden. Sie müssen am Telefon weder diskutieren noch beweisen, dass es sich um Betrug handelt.

Das können Sie jetzt tun

  1. Beenden Sie das Gespräch sofort, ohne Angaben zu Geld, Konten, Wertgegenständen oder Ihren Lebensumständen zu machen.

  2. Rufen Sie die örtliche Polizeidienststelle anschließend über eine selbst herausgesuchte, bekannte Rufnummer an und nutzen Sie bei einer unmittelbaren Gefahr die 110.

  3. Verwenden Sie keine Nummer, die der Anrufer nennt, und drücken Sie nicht einfach auf „Rückruf“ in der Anrufliste.

  4. Informieren Sie eine vertraute Person, besonders wenn der Anruf Sie verunsichert hat oder jemand eine Abholung angekündigt hat.

  5. Falls Sie bereits Geld, Daten oder Wertgegenstände übergeben haben, kontaktieren Sie umgehend die echte Polizei und bei betroffenen Konten zusätzlich Ihre Bank über deren offizielle Rufnummer.

Lassen Sie sich beim Prüfen Zeit. Eine echte Behörde wird akzeptieren, dass Sie ein Gespräch beenden und selbst über eine offizielle Nummer zurückrufen.

Sprechen Sie auch mit älteren Angehörigen, Nachbarn und Bekannten über diese Geschichte. Vereinbaren Sie beispielsweise, dass vor jeder Übergabe von Geld oder Schmuck zunächst eine vertraute Person angerufen wird.

Wenn ein angeblicher Polizist unangekündigt vor Ihrer Tür steht, öffnen Sie nicht vorschnell. Prüfen Sie die Identität über die örtliche Polizeidienststelle und nicht über eine Telefonnummer, welche die Person selbst angibt.

Wurden Ihnen per SMS oder Messenger zusätzlich Links geschickt, öffnen Sie diese nicht. Verdächtige Internetadressen können Sie mit unserem /werkzeuge/phishing-check untersuchen; weitere Sofortmaßnahmen finden Sie unter /notfall.

Wichtig ist: Sie haben nichts falsch gemacht, wenn Sie auflegen. Das Gespräch selbst zu beenden und unabhängig nachzufragen, ist bei solchen Anrufen der sicherste Weg.

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und geschrieben. Er ist keine Rechtsberatung. Bei Verdacht auf einen laufenden Schaden hilft die Notfall-Anleitung.

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